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Behindertenwegweiser für den Landkreis Sonneberg

Alle vorhandenen Angaben zum Objekt:

Lauschaer Glasbläserpfad


 Für Rollstuhlfahrer schwer zugängig. Parkplatz für mobilitätsbehinderte Nutzer eingeschränkt nutzbar Zugang zum Objekt / Zugang zu einem Raum innerhalb des Objektes über Rampe

Adresse:

Lauschaer Glasbläserpfad
98724 Lauscha

Telefon: 036702 22 94 4
Fax: 036702 30 83 6
eMail: touristinfo@lauscha.de

Kontaktperson:  Touristinformation Lauscha


Geschichte:

Lauschaer Glasbläserpfad

Mit der Erfindung des gläsernen Christbaumschmucks Mitte des 19. Jahrhunderts erlangte die kürzeste Verbindung von Lauscha nach Sonneberg und zurück lebenswichtige Bedeutung für Lauschas Glasbläser.

Auf diesem Pfad, der lediglich aus unbefestigten Wegen durch die Wälder des Thüringer Schiefergebirges bestand, lieferten sie ihre in Heimarbeit gefertigten, gläsernen Erzeugnisse in und auf Tragekörben oder speziellen Holzgestellen (Raaf) an die in Sonneberg ansässigen Verleger. Von ihnen erhielten sie meist nur einen Hungerlohn, der kaum ihre Lebenshaltungskosten deckte.

So kam es, dass die Christbaumschmuckhersteller selbst nach der Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Lauscha – Sonneberg im Jahre 1887 in Anbetracht ihrer aussichtslosen, finanziellen Situation auf die für sie unerschwingliche Bahnfahrt verzichten mussten.

Vor allem die Ehefrauen der Glasbläser sowie Botenfrauen trugen auf diese Weise bis etwa Mitte des 20. Jahrhunderts ihre inzwischen in aller Welt zu Weihnachten begehrten, gläsernen Kostbarkeiten auf dem ca. 15 km langen Pfad nach Sonneberg bzw. nutzten diesen zumindest für den Rückweg mit dann leeren Körben.

Da die Christbaumschmuckherstellung vor allem saisonbedingt war, gestaltete sich der Lieferweg besonders in den Herbst- und Wintermonaten bis kurz vor Weihnachten zu echten, sehr kräftezehrenden Strapazen für die Beteiligten.

Seine Bedeutung verlor der Lauschaer Glasbläserpfad erst mit sicheren Arbeitsverhältnissen in der Christbaumschmuckindustrie sowie erschwinglichen Fahrpreisen der Deutschen Reichsbahn zu Beginn der 1950er Jahre.




Objekt-ID: 02.03.01.13.02.37.
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